Testimonials

 

Angela Eckert
Bewohnerin

Meine Eltern waren Gründungsmitglieder der Zukunftssicherung. Im Januar 1984 bin ich in die neue Wohnstätte in der Riemeisterstraße eingezogen. Mit der Zukunftssicherung habe ich schöne Urlaubsfahrten nach Hamburg und Erfurt gemacht. Von Anfang an besuche ich den Freizeitclub in der Emamaus- Kirchengemeinde. 


Morlind Tumler
und Götz Aly
Vereinsmitglieder

Unsere Tochter Karline ist 1979 geboren und infolge einer Gehirnentzündung, die sie in den ersten Lebenstagen erlitten hat, ziemlich schwer behindert. Bis zu ihrem 34. Lebensjahr wohnte sie in der Familie. Zunächst besuchte sie einen Kinderladen, später eine Sonderschule und dann eine Tagesförderstätte. Seit Dezember 2012 lebt sie in einer Wohngemeinschaft des Vereins Zukunftssicherung in Berlin-Zehlendorf. Die Situation dort unterscheidet sich von der häuslichen durchaus. Das Leben ist lauter, abwechslungsreicher und unterhaltsamer. Mit ihrem Umzug wurde Karline – spät, aber immerhin – gewissermaßen erwachsen. Die drei anderen Mitglieder der Wohngruppe können laufen, sprechen, sich äußern. Das genießt Karline. Sie wird, begrüßt, umsorgt und ganz selbstverständlich in den Alltag einbezogen. Zwar kann sie nicht erzählen, wie sehr ihr ihre neue Wohnung und neuen Lebensumstände gefallen, doch lacht sie häufig und ist meistens ausgeglichen.Wenn sie aus ihrer Tagesförderstätte zurückbracht wird, freut sie sich sichtlich, wieder zu Hause zu sein und Robin, Lisa und Mato als vertraute Wohngenossen um sich zu haben. Das Team der Betreuer hält engen Kontakt zu den Eltern und den anderen Wohngruppen des Hauses. Angemeldet können Eltern und Verwandte jederzeit zu Besuch kommen, Fragen stellen, Anregungen geben – die Tochter oder den Sohn zum Wochenende abholen. Natürlich hat es mit Karline schon Krisensituationen gegeben, aber auch die konnten mit den stets zugewandten und umsichtigen Pflegern und Pädagoginnen gut überwunden werden. Es ist uns nicht leicht gefallen, unsere in vielerlei Hinsicht hilfsbedürftigeTochter von zu Hause weg und überwiegend in andere Hände zu geben. Heute glauben wir, für Karline eine richtige, ihr Leben bereichernde Entscheidung getroffen zu haben. Morlind Tumler, Götz Aly


Anke Knorr

Anke Knorr 
Betreuerin

Ich arbeite nun seit Feburar 2016 bei der Zukunftssicherung.
Und wenn ich ganz ehrlich bin – als ich mich bewarb, habe ich das vielmehr aus einem Gefühl heraus getan, heute etwas für meinen täglichen Broterwerb zu tun.
Der Name des Trägers erinnerte mich eher an eine Versicherungsgesellschaft und wirkte somit wenig attraktiv auf mich. Was für eine undurchdachte Annahme, wie sich für mich sehr schnell herausstellen sollte! Während des Vorstellungsgesprächs wurde nämlich mein ernsthaftes Interesse geweckt: Die Stellenbeschreibung im Betreuten Einzelwohnen klang für mich ziemlich spannend und abwechslungsreich. Ich mochte auch die Atmosphäre in der Geschäftsstelle: es war nicht alles auf Hochglanz poliert, der Hund eines anderen Mitarbeiters kreuzte meinen Weg, alles wirkte irgendwie freundlich und menschlich auf mich. Meine eigene Schwerbehinderung thematisierend wurde mit den Worten „Na, dann herzlich Willkommen, dann sind Sie genau richtig bei uns“ quittiert – oha, so kann es also auch gehen, dachte ich mir. Ich verließ am Ende das Gespräch mit den Worten, dass ich gewöhnlich finde, man müsse über wichtige Entscheidungen wenigstens eine Nacht schlafen, in diesem Fall könne ich jedoch mein ernsthaftes Interesse bekunden. Mittlerweile sind also mehr als zehn Jahre vergangen und ich muss sagen: Ich bin noch immer sehr zufrieden und schätze meine Arbeit und den Träger wirklich sehr! Am Vormittag erledige ich mein Homeoffice und am Nachmittag bin ich in Absprache mit meinen festen KlientInnen unterwegs. Und obwohl wir uns gewöhnlich in sehr routinierten Bahnen bewegen, bietet die Arbeit unglaublich viel Abwechslung für mich: Ich darf sowohl bei meiner Arbeit im BEW, als auch als Reisebegleitung, oder auch in unterschiedlichen Workshops/ Weiterbildungen tolle Persönlichkeiten unterstützen und begleiten. Auch innerhalb des Teams fühle ich mich gut aufgehoben und unterstützt. Und zwischendurch bereichern Fortbildungen und bei Bedarf Supervision den Arbeitsalltag. Und ein „Ja“ an alle kritischen Geister: Mir ist vollkommen bewusst, dass auch in diesem Verein sicher nicht alles perfekt läuft. Das große „Aber“ überwiegt für mich jedoch ganz klar: Ich schätze an der Zukunftssicherung, dass sie versucht zum einen uns Mitarbeitenden, und zeitgleich die Menschen, die wir begleiten mit viel Wertschätzung zu begegnen und ein wirklich schönes Menschenbild zu leben. Kurz: Ich fühle mich hier sehr wohl und freue mich auf die nächsten Jahre! PS: der Name „Zukunftssicherung“ geht übrigens auf die Gründungseltern zurück, die sich schlicht und einfach eine gesicherte Zukunft über deren Tod hinaus, für ihre Kinder wünschten. Macht Sinn, oder?!



Renate Kaiser Renate Kaiser
Vereinsmitglied 

Mir ist es wichtig, daran mitzuwirken, dass wir uns als Verein neuen Fragestellungen und Herausforderungen nicht verschließen, aber gleichzeitig Bewährtes nicht vergessen. Ein großes Anliegen ist mir außerdem unsere kirchliche Vernetzung.


Christiane Höhnke und Frank Blatt
Bewohner

Ich heiße Christiane Höhnke und bin 59 jahre alt. Ich bin seit 2017 im Betreuten Einzelwohnen der Zukunftssicherung und ich fühle mich hier sehr wohl. Ich habe viele Freunde gefunden, die nett sind und die ich nicht verlieren möchte.

Ich bin Frank Blatt und bin 59 Jahre alt. Seit 2017 wohne ich mit meiner Freundin Christiane in einer eigenen Wohnung. Vorher haben wir in einer WG der Zukunftssicherung gewohnt. Mir geht es gut.


Irit Kulzk
Geschäftsführerin Zukunftssicherung

Die Zukunftssicherung tritt für das Selbstbestimmungsrecht von Menschen mit Behinderung ein
Die Zukunft von Menschen mit geistiger Behinderung bezogen auf Wohnen, Freizeit und Selbstbestimmung zu sichern ist unser primäres Anliegen. Angehörige und Mitarbeiter setzen sich konsequent gemeinsam dafür ein, den Menschen, die unter dem Dach der Zukunftssicherung Berlin e. V. leben, ein Zuhause zu geben.




Christa und Tina Schaal
Vereinsmitglied und Bewohnerin

Den Verein Zukunftssicherung kenne und begleite ich seit vielen Jahren. Mit der Eröffnung des Beschäftigung- und Förderbereichs bot sich dann für meine Tochter Tina die Möglichkeit, diesen ab Januar 2018 zu besuchen. Darüber war ich sehr froh und bin es immer noch, denn gerade für Menschen wie meine Tochter, mit komplexen Beeinträchtigungen und hohem Unterstützungs- und Betreuungsbedarf ist es nicht leicht, gute Plätze auch in der Tagesbetreuung zu finden. Tina nutzt das Angebot von Montag bis Freitag. Sie fühlt sich ausgesprochen wohl und ist sehr gut in die Gruppe integriert. Die Mitarbeiter:innen im Nordhaus leisten tolle und engagierte Arbeit. Besonders beeindruckt hat mich das Engagement während der Corona-Pandemie und der Schließung des Nordhauses. Die Mitarbeiter:innen besuchten Tina regelmäßig in der Wohngemeinschaft und sorgten damit für schöne und abwechslungsreiche Stunden in einer Zeit, in der ansonsten kaum Aktivitäten möglich waren.
Mitglied im Verein Zukunftssicherung Berlin e.V. zu sein war und ist die richtige Entscheidung.